Scharhörn und Nigehörn: Zwei faszinierende Inseln im Wattenmeer

Du bist auf der Suche nach einem besonderen Ausflugsziel im Norden Deutschlands? Dann solltest du dir die Inseln Scharhörn und Nigehörn nicht entgehen lassen. Diese beiden kleinen Inseln liegen in der Helgoländer Bucht, etwa 15 Kilometer nordwestlich vom Festland bei Cuxhaven und 4 Kilometer von der Insel Neuwerk entfernt. Sie sind Teil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer und stehen unter strengem Naturschutz. Sie bieten dir die Möglichkeit, eine einzigartige Natur zu erleben, die sich ständig verändert und viele Seevögel beherbergt. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Geschichte, die Bedeutung und die Besonderheiten dieser beiden Inseln.

Die Inseln Scharhörn und Nigehörn
Die Inseln Scharhörn und Nigehörn
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Die Geschichte

Scharhörn ist eine der ältesten Inseln im Wattenmeer. Sie wurde schon im 13. Jahrhundert auf den ersten Seekarten hervorgehoben, da sie ein besonderes Hindernis für die Schifffahrt in der Elbmündung darstellte. Die Insel Scharhörn war früher größer und höher als heute und wurde von Menschen bewohnt. Es gab sogar eine Kirche, einen Friedhof und einen Leuchtturm auf der Insel.

Scharhörn
Scharhörn

Im Laufe der Zeit wurde die Insel jedoch durch Sturmfluten, Erosion und Landverlust immer kleiner und flacher. Die Bewohner mussten die Insel schließlich verlassen und die Gebäude wurden abgerissen. Heute ist die Insel nur noch etwa 800 Meter lang und 400 Meter breit und liegt bei Hochwasser fast vollständig unter Wasser.

Nigehörn ist eine viel jüngere Insel, die erst 1989 im Auftrag der Umweltbehörde Hamburg aufgespült wurde, um den Vögeln langfristig Brut- und Rastplätze zu sichern, auch nach dem Versinken Scharhörns in der Elbmündung. Die Insel ist seitdem Hamburgs westlichster Punkt im Stadtteil Neuwerk. Sie wurde aus Sand aufgebaut, der aus dem Fahrwasser der Elbe gebaggert wurde. Die Insel Nigehörn hat eine Fläche von etwa 50 Hektar und eine Höhe von bis zu 8 Metern über dem Meeresspiegel.

Seestern im Wattenmeer bei Nigehörn
Seestern im Wattenmeer bei Nigehörn

Die Bedeutung von Scharhörn und Nigehörn für den Naturschutz

Die beiden Inseln sind Teil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer und stehen unter strengem Naturschutz. Sie dürfen nur nach telefonischer Anmeldung bei dem auf Scharhörn lebenden Vogelwart (Tel. 04721 – 28584) und in seiner Begleitung betreten werden. Besucher dürfen auch nur bis zur Vogelschutzhütte auf Scharhörn gehen und von dort aus den Blick auf die unberührte Natur genießen.

Die Inseln sind ein Paradies für viele Seevögel, die dort brüten oder rasten. Zu den Arten, die man dort beobachten kann, gehören unter anderem Kormorane, Austernfischer, Brandgänse, Löffler, Seeschwalben und Möwen. Die Inseln bieten ihnen Schutz vor Fressfeinden und Störungen durch Menschen. Die Vögel nutzen die Inseln auch als Nahrungsquelle, da sie dort Muscheln, Würmer, Krebse und Fische finden können.

Die beiden Inseln sind auch wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt im Wattenmeer. Sie sind Lebensraum für seltene Pflanzenarten wie Dünengräser, Strandhafer, Queller und Strandflieder und auch Brutplatz für bedrohte Vogelarten wie die Lachseeschwalbe, die Brandseeschwalbe oder die Zwergseeschwalbe. Die Inseln sind daher als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Landschaft von Scharhörn
Landschaft von Scharhörn

Die Besonderheiten von Scharhörn und Nigehörn

Scharhörn und Nigehörn sind nicht nur zwei faszinierende Inseln im Wattenmeer, sondern auch zwei spannende Beispiele für die Dynamik des Wattenmeeres. Scharhörn ist eine sogenannte Wanderdüne, die jedes Jahr um ein bis vier Meter in südöstlicher Richtung wandert. Die Vogelschutzhütte auf Scharhörn musste bis 1997 mehrmals umgesetzt werden, um sie vor dem Wasser zu schützen. Die Wanderung der Düne wird durch den Wind, die Strömung und die Gezeiten beeinflusst.

Nigehörn ist durch Anpflanzung von Dünengräsern und Buschwerk gewachsen. Zwischen den beiden Inseln befinden sich Salzwiesen mit Quellerbewuchs. Die Salzwiesen sind ein besonderer Lebensraum, der nur bei Niedrigwasser trockenfällt und von salztoleranten Pflanzen besiedelt wird. Die Salzwiesen sind auch wichtig für den Küstenschutz, da sie das Wasser speichern und die Erosion vermindern.

Die Inseln Scharhörn und Nigehörn sind also zwei Inseln, die dich mit ihrer Geschichte, ihrer Bedeutung und ihren Besonderheiten überraschen können. Wenn du dich für die Natur im Wattenmeer interessierst, solltest du dir diese beiden Inseln nicht entgehen lassen. Sie sind ein Zeugnis für die Schönheit und die Veränderlichkeit des Wattenmeeres.

Fazit

Wir hoffen, du hast nun einen guten Überblick über die Inseln bekommen. Sie sind zwei faszinierende Inseln im Wattenmeer, die du unbedingt besuchen solltest, wenn du die Möglichkeit hast. Sie zeigen dir, wie vielfältig und dynamisch die Natur im Wattenmeer ist und wie wichtig es ist, sie zu schützen.

Wenn du mehr über die Inseln erfahren möchtest, kannst du dich auf den folgenden Webseiten informieren:

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und dein Interesse an den Inseln Scharhörn und Nigehörn.

Ein Gedanke zu „Scharhörn und Nigehörn: Zwei faszinierende Inseln im Wattenmeer

  1. Liebe Leser und Leserinnen,

    ich kann es kaum in Worte fassen, welch faszinierende Erfahrung es war, die Inseln Scharhörn und Nigehörn im Wattenmeer zu besuchen. Mike hier, und ich musste einfach meine Eindrücke teilen!

    Das Wattenmeer selbst ist bereits ein einzigartiges Naturspektakel, aber Scharhörn und Nigehörn setzen dem Ganzen die Krone auf. Die Überfahrt zu den Inseln war schon ein Abenteuer für sich – das Gefühl, sich durch die unendlichen Weiten des Watts zu bewegen, ist schwer in Worte zu fassen.

    Scharhörn, mit seiner beeindruckenden Vogelvielfalt, hat meine Erwartungen übertroffen. Die Brutkolonien der Seevögel sind schlichtweg atemberaubend. Besonders beeindruckend fand ich die majestätischen Kormorane, die sich in den Klippen sonnen und majestätisch über dem Meer kreisen. Die Natur auf Scharhörn ist wirklich intakt und unberührt, was einen tiefen Respekt vor der Umwelt weckt.

    Nigehörn, die benachbarte Insel, bietet eine ganz andere Atmosphäre. Hier kann man sich in den endlosen Dünen verlieren und den rauen Charme der Nordsee hautnah erleben. Der Kontrast zwischen den beiden Inseln ist faszinierend und zeigt die Vielfältigkeit der Natur im Wattenmeer.

    Die Guides vor Ort haben mit ihrer Leidenschaft und ihrem Fachwissen den Besuch noch bereichert. Ihre Geschichten über die Tierwelt, die Geschichte der Inseln und ihre Bemühungen um den Umweltschutz haben mir eine ganz neue Perspektive eröffnet.

    Insgesamt war mein Ausflug zu Scharhörn und Nigehörn eine unvergessliche Erfahrung. Diese Inseln sind nicht nur ein Paradies für Naturliebhaber, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort für viele Tierarten. Ich kann es nur jedem empfehlen, sich auf dieses Abenteuer im Wattenmeer einzulassen und die Schönheit dieser Inseln selbst zu entdecken.

    Herzliche Grüße,
    Mike

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